Reisetrends

Die schönsten Weihnachtsmärkte per Bahn 2026

13. Juli 2026 · VayCando · 4Min. Lesezeit

KI-generiertWinterliche Weihnachtsmarkt-Szene in der Abenddämmerung: eine Dampflok fährt durch verschneite Marktstände mit Lichterketten, Glühwein- und Handwerksbuden, geschmücktem Weihnachtsbaum, Menschen in Wintermänteln und einem beleuchteten Bergdorf mit Kirchturm im Hintergrund
KI-generiert (Google Gemini)

Es gibt wenige Reisen, die so gut zur Bahn passen wie der Besuch eines Weihnachtsmarkts: kein Parkplatzstress im Schneematsch, dafür Glühwein ohne schlechtes Gewissen und ein Bahnhof, der oft mitten im festlich beleuchteten Zentrum liegt. Genau deshalb ist der Advent die ideale Saison für Slow Travel – und viele der schönsten Märkte Europas erreichst du ganz ohne Auto. Für Reisende aus dem DACH-Raum ist das kein Verzicht, sondern der entspannteste Weg in die Vorweihnachtszeit.

Kurz vorab – Faktentreue: Öffnungszeiten, Termine und Anreise-Angaben in diesem Beitrag sind grobe Einordnungen. Weihnachtsmärkte haben je nach Stadt und Jahr unterschiedliche Laufzeiten (meist Ende November bis kurz vor oder nach Weihnachten) – prüfe die genauen Daten für deinen Zeitraum. Auch Bahnverbindungen und Fahrpläne ändern sich saisonal; buche erst nach einem Live-Check. Historische Jahreszahlen beziehen sich auf die urkundliche Ersterwähnung, nicht auf einen ununterbrochenen Betrieb.

Warum der Advent und die Bahn zusammengehören

Weihnachtsmärkte sind fast immer ein Innenstadt-Erlebnis – und Innenstädte erreicht man per Bahn schlicht besser als mit dem Auto. Statt am Stadtrand zu parken und mit vollen Händen durch die Kälte zu laufen, steigt man am Hauptbahnhof aus und steht oft schon in Sichtweite der Lichterketten. Dazu kommt der praktische Punkt: Wer Glühwein trinkt, muss nicht fahren.

Der Trend zum „Train-Bragging“ – bewusst und sichtbar mit der Bahn zu reisen – trifft hier auf eine Saison, die ohnehin von Gemütlichkeit lebt. Ein Adventswochenende per Zug ist die naheliegende Verbindung aus Nachhaltigkeit und Genuss.

Fünf Märkte, die sich per Bahn besonders lohnen

Wir sortieren nicht nach Größe, sondern nach dem Zusammenspiel aus Atmosphäre, Geschichte und guter Bahnanbindung.

Dresden – der älteste dokumentierte

Der Dresdner Striezelmarkt wird seit 1434 abgehalten und gilt als der älteste urkundlich belegte Weihnachtsmarkt Deutschlands. Namensgeber ist der „Striezel“, der Dresdner Christstollen. Die Altstadt mit Frauenkirche und Zwinger ist per Fernverkehr gut angebunden, der Markt liegt fußläufig zum Hauptbahnhof. Für viele ist Dresden der Inbegriff des klassischen deutschen Weihnachtsmarkts.

Nürnberg – der berühmteste

Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist einer der bekanntesten der Welt, urkundlich seit 1628 belegt. Rund um die Frauenkirche reihen sich die Buden mit Lebkuchen und Rostbratwürsten. Nürnberg ist ein zentraler ICE-Knoten – die Anreise per Bahn ist aus fast jeder Richtung unkompliziert. Der ehrliche Haken: Genau diese Bekanntheit macht den Markt an den Adventswochenenden sehr voll.

Straßburg und Colmar – das Elsass im Lichterglanz

Straßburg nennt sich „Hauptstadt der Weihnacht“ und hält seinen Christkindelsmärik seit 1570 – einer der ältesten Frankreichs. Zusammen mit dem malerischen Colmar ist das Elsass eine der stimmungsvollsten Adventsregionen überhaupt, gut per Bahn über die Rheinschiene erreichbar. Wer den größten Andrang meiden will, kommt unter der Woche oder am frühen Nachmittag.

Wien – kaiserliche Kulisse

Wien verteilt seine Märkte über die ganze Stadt, der bekannteste liegt vor dem Rathaus. Die Kombination aus imperialer Architektur, Punsch und Maroni ist schwer zu schlagen. Als großer Bahnknoten ist Wien aus dem DACH-Raum bequem und teils über Nachtzüge erreichbar – ideal für ein verlängertes Adventswochenende ohne Flug.

Basel oder Colmar – klein, aber fein

Wer es eine Nummer ruhiger mag, findet in Basel einen der schönsten Märkte der Schweiz, direkt an der Grenze und per Bahn hervorragend angebunden. Solche mittelgroßen Städte bieten oft das bessere Verhältnis aus Atmosphäre und Andrang als die ganz großen Namen.

Unserer Einschätzung nach: Timing schlägt Ziel

Der eigentliche Trick liegt weniger in der Wahl der Stadt als im Timing. Fast alle berühmten Märkte sind am dritten und vierten Adventswochenende überfüllt – dann wird aus Gemütlichkeit schnell Gedränge. Wer stattdessen unter der Woche, am frühen Abend oder gleich zur Eröffnungswoche Ende November kommt, erlebt denselben Markt deutlich entspannter.

Für uns ist das die ehrlichste Empfehlung: Nicht der größte Markt ist der schönste, sondern der, den du zur richtigen Zeit und ohne Auto-Stress besuchst. Die Bahn nimmt dir dabei den unangenehmsten Teil ab – die Anreise – und macht ihn zum ersten gemütlichen Kapitel des Ausflugs.

Kurz zusammengefasst

Weihnachtsmärkte und Bahn sind ein natürliches Paar: Die Märkte liegen im Zentrum, die Bahn bringt dich genau dorthin – ohne Parkplatzsuche und ohne Glühwein-Reue. Die schönste Version verbindet eine stimmungsvolle Stadt wie Dresden, Straßburg oder Wien mit dem richtigen Timing abseits der Adventsspitzen. Prüfe Termine und Fahrpläne für deinen Zeitraum – und plane die Anreise als ersten festlichen Teil des Ausflugs.